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Stadttaube · Netz, Spanndraht, Nadelleiste

Taubenabwehr im Rheinland

Kotstraßen unter dem Gesims, ein Nest hinter dem Blumenkasten, Trippeln und Gurren über der Schlafzimmerdecke — Stadttauben nehmen ein Gebäude an, weil es ihnen dieselben Vorteile bietet wie einer Felsentaube die Felswand: geschützte Nischen, ebene Simse, trockene Hohlräume. Und sie sind ausgesprochen ortstreu: Wer nur verscheucht, verschiebt das Problem um wenige Meter. Wirksam ist ausschließlich bauliche Abwehr — Nistplätze und Einflugöffnungen dauerhaft verschließen, Sitzflächen unattraktiv machen, Kotbelastung fachgerecht beseitigen. Wir kommen nach Köln, Bonn, in den Rhein-Sieg-Kreis, den Rhein-Erft-Kreis und ins Bergische, gehen die Fassade ab und legen einen Plan vor. Die Erstinspektion vor Ort ist kostenlos, das Angebot erhalten Sie schriftlich, bevor gearbeitet wird. Berechnet wird lediglich eine Anfahrtspauschale von 39 €, die bei Beauftragung vollständig verrechnet wird.

Erstinspektion kostenlos Angebot schriftlich vor Arbeitsbeginn Bauliche Abwehr statt Tötung

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Drei Angaben genügen. Wir melden uns mit einem Terminvorschlag und dem passenden Preisrahmen.

Steckbrief

Womit Sie es zu tun haben — die Stadttaube im Profil

An Gebäuden im Rheinland ist praktisch immer die Stadttaube im Spiel — die verwilderte Haustaube (Columba livia f. domestica), Nachfahrin der Felsentaube. Ringeltaube und Türkentaube sind dagegen wildlebende Arten und stehen unter gesetzlichem Schutz.

Merkmale

Rund 30 bis 35 Zentimeter lang, gedrungen, mit sehr variabler Färbung von blaugrau über schwarzbraun bis fast weiß — anders als bei Wildarten ist das Gefieder nicht einheitlich. Die Ringeltaube ist deutlich größer und trägt einen weißen Halsfleck, die Türkentaube ist schlank, sandfarben und hat ein schmales schwarzes Nackenband. Diese Unterscheidung ist keine Feinheit, sondern entscheidet darüber, ob überhaupt gehandelt werden darf.

Spuren

Die deutlichste Spur ist der Kot: weiß-graue Streifen und Krusten unter Gesimsen, auf Fensterbänken, Balkonbrüstungen und Klimageräten. Dazu kommen liegen gebliebene Federn, Daunen und lose Nester aus Zweigen, Draht und Müll, verstopfte Dachrinnen und Regenabläufe sowie eine typische Kotmulde direkt unter dem bevorzugten Sitzplatz. Nasse Kotflächen auf Treppen und Podesten sind rutschig.

Aktivität

Stadttauben brüten bei ausreichendem Nahrungsangebot nahezu ganzjährig und bringen mehrere Bruten pro Jahr durch. Das Gelege umfasst fast immer zwei Eier, die Brutdauer liegt bei etwa 17 Tagen, die Jungen verlassen das Nest nach ungefähr vier Wochen. In den wärmebegünstigten Innenstadtlagen der Kölner Bucht läuft dieser Takt auch über den Winter weiter. Hinzu kommt eine ausgeprägte Ortstreue: Tiere kehren beharrlich an einen einmal angenommenen Brutplatz zurück.

Risiko

Taubenkot enthält Harnsäure und greift Naturstein, Putz, Beton, Metall und Bitumenbahnen an; Kotschichten setzen Rinnen, Abläufe und Lüftungsgitter zu. Im Nestmaterial siedeln Ektoparasiten — Taubenzecke, Rote Vogelmilbe, Federlinge —, die nach Aufgabe des Nestes in angrenzende Wohnungen wandern und dort stechen. In getrocknetem Kot können Erreger wie Chlamydia psittaci (Ornithose) sowie Pilzsporen enthalten sein, die beim Aufwirbeln von Staub in die Atemluft gelangen.

Warum Verscheuchen nichts bringt — und Abwehr etwas anderes ist

Die Stadttaube ist ein Kulturfolger mit einem sehr guten Ortsgedächtnis. Ein Ballon, eine Attrappe oder ein aufgehängtes Blechteil wirken wenige Tage; danach sitzen die Tiere wieder auf demselben Sims. Auch das Entfernen eines einzelnen Nestes löst nichts, solange der Ort verfügbar bleibt: Er wird binnen kurzer Zeit neu belegt, häufig vom selben Paar.

Fachliche Taubenabwehr setzt deshalb nicht bei den Tieren an, sondern beim Gebäude. Nistnischen werden verschlossen, Einflugöffnungen in Traufkasten, Dachluke oder Lichtschacht vergittert oder vernetzt, schmale Sitzflächen mit Spanndraht oder Nadelleisten belegt, offene Innenhöfe und Balkone mit Netzen abgetrennt. Erst wenn der Ort für die Taube unbrauchbar ist, verlagert sich ihr Revier dauerhaft — und zwar ohne dass ein Tier getötet werden muss.

Befund

Woran Sie den Befall erkennen

Fünf Merkmale, die Sie ohne Werkzeug prüfen können — und die uns bereits am Telefon verraten, wie weit der Befall fortgeschritten ist.

Kotstraßen unter Sims und Fensterbank

Senkrechte weiß-graue Schlieren an der Fassade und ein Kothaufen auf dem Boden darunter markieren einen regelmäßig genutzten Sitzplatz. Je dicker die Kruste, desto länger läuft das schon. Wichtig für die Einordnung: Verteilt sich der Kot über die ganze Sims-Länge, handelt es sich um einen Ruheplatz; sitzt er konzentriert an einer Stelle, steht dort mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Nest.

Nest auf Balkon, Loggia oder im Lichtschacht

Ein flaches, unordentliches Nest aus Zweigen, Halmen, Draht und Kunststoffresten — oft hinter Blumenkästen, Rankgittern, Klimageräten oder in einer Ecke der Loggia. Rechtlich wie praktisch gilt: Ein besetztes Nest mit Eiern oder Jungvögeln wird nicht einfach entsorgt. Was mit einem belegten Nest geschieht, klären wir bei der Inspektion und halten es im Angebot fest.

Verstopfte Dachrinne, Federn im Hof

Nistmaterial und Kot setzen Dachrinnen, Fallrohre und Flachdachabläufe zu. Erstes Anzeichen ist überlaufendes Regenwasser bei Starkregen, später Durchfeuchtung von Attika, Traufkasten oder Fassade. Liegen zusätzlich Daunen und Federn im Hof oder auf dem Balkon, gehört das Dach kontrolliert — nicht der Hof.

Gurren, Trippeln und Flügelschlag

Dumpfes Gurren, kurze Trippelschritte und ein hartes Flattern über der Zimmerdecke oder hinter der Dachschräge sprechen dafür, dass Tauben durch eine Öffnung in Traufkasten, Dachboden oder Zwischendecke gelangen. Anders als bei Mardern sind die Geräusche tagsüber am stärksten. Suchen Sie von außen nach der Öffnung — meist genügen wenige Zentimeter Spalt.

Stiche in der Nacht nach Nestaufgabe

Verlassen Tauben ihr Nest, verlieren die dort lebenden Ektoparasiten ihren Wirt und wandern über Fugen, Rollladenkästen und Leitungsschlitze in angrenzende Räume. Typisch sind unerklärliche nächtliche Stiche in einem Zimmer, das an Balkon, Dachboden oder Lichtschacht grenzt. In diesem Fall gehören Nestbeseitigung und Parasitenbehandlung zusammen — sonst bleibt die Hälfte des Problems im Haus.

Lagebild Rheinland

Warum Tauben hier gute Bedingungen finden

Bauweise, Klima und Umfeld der Region liefern Stadttauben Nistnischen und Nahrung im Überfluss. Wer den Bestand kennt, findet Einflugöffnung und Nistplatz schneller.

Gründerzeit- und Altbaubestand in Köln und Bonn

Reich gegliederte Fassaden sind aus Taubensicht ideal: Kranzgesimse, Konsolen, Fensterverdachungen, Erker und Balkonbrüstungen bieten ebene, geschützte Simse; Traufkästen, Dachluken und offene Speicher liefern die Nistnische dahinter. Weil dieser Bestand in Köln und Bonn ganze Straßenzüge prägt, reicht es selten, eine einzelne Stelle zu sichern — wir gehen die Fassadenseite als Ganzes durch.

Veedel-Gastronomie und Außenbestuhlung

In der Südstadt, in Ehrenfeld, in Kalk oder rund um die Bonner Altstadt liegen Lokale, Bäckereien und Imbisse direkt unter Wohnungen. Speisereste an Außenbestuhlung, Tonnenstandplatz und Pflaster halten den Bestand vor Ort dauerhaft hoch. Für Betriebe heißt das: Ohne Ordnung bei Abfall und Außenfläche arbeitet jede Abwehrmaßnahme gegen einen ständig nachgefüllten Futtertisch.

Rheinnähe, Brücken und Uferbauwerke

Brückenunterseiten, Kaimauern, Bahnbauwerke und Tiefgaragenzufahrten entlang des Rheins sind trocken, zugfrei und schwer erreichbar — für Tauben eine Felswand mit Dach. Kotbelastete Bereiche über Gehwegen und Zufahrten sind zugleich diejenigen, die am schnellsten zum Beschwerdefall werden. Wo Abfall und offene Schächte hinzukommen, treten oft Nager gleichzeitig auf; dazu unsere Seite zur Rattenbekämpfung im Rheinland.

Studentisches Wohnen in Köln und Bonn

Wohnheime und große WG-Häuser rund um die Universitäten haben viele gleichartige Loggien und Balkone bei hoher Fluktuation. Ein Nest hinter dem Blumenkasten fällt oft erst auf, wenn die Jungen schon lautstark betteln — und im Nachbarhaus längst zwei weitere sitzen. Für solche Objekte planen wir die Sicherung etagenweise und halten jeden Schritt für die Verwaltung schriftlich fest.

Feldflur und Lager im Rhein-Erft-Kreis

Zwischen den Ackerflächen der Erftregion liegen Hofstellen, Scheunen, Lager- und Verarbeitungshallen. Getreide, Futter und Erntereste ziehen Tauben an, offene Tore, Lichtbänder und Sheddächer lassen sie hinein. In Kerpen, Bergheim, Hürth und Brühl geht es deshalb meist weniger um Zierfassaden als um große Öffnungen, die betriebstauglich vernetzt werden müssen.

Fachwerk und Waldrand im Bergischen

In Bergisch Gladbach, Gummersbach und den umliegenden Orten treffen Fachwerk, Schieferverkleidung und offene Dachstühle auf unmittelbare Waldrandlage. Hier ist die Artbestimmung besonders wichtig: Ringeltaube und Türkentaube sind wildlebende Vogelarten und nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz geschützt — an ihnen und ihren Nestern wird nicht gearbeitet. Maßnahmen richten sich ausschließlich gegen die verwilderte Stadttaube.

Einordnung

Wie eilig ist Ihr Fall?

Nicht jede Taube auf dem Dachfirst ist ein Fall für den Fachbetrieb. Diese Einordnung hilft Ihnen, den eigenen Befund realistisch einzuschätzen.

Sofort handeln

Es besteht ein Hygiene-, Bau- oder Betriebsrisiko, das sich nicht aufschieben lässt.

  • Kotbelastung in Lebensmittelbereich, Küche, Lager oder Produktion
  • Nächtliche Stiche in Wohnräumen nach aufgegebenem Nest
  • Kot über Eingang, Fluchtweg, Treppe oder Kinderspielfläche
  • Verstopfte Dachrinne mit Wassereintritt in die Fassade
  • Kot oder Nistmaterial an Lüftungsansaugung und Klimatechnik

Empfehlung: anrufen. Für Einsätze außerhalb der regulären Zeiten steht unser Notdienst bereit; der Zuschlag wird vorab genannt.

Zeitnah klären

Der Befall ist real, aber noch begrenzt. Ein Termin in den nächsten Tagen genügt.

  • Wachsende Kotstraßen an Sims, Brüstung oder Fensterbank
  • Tauben, die den Balkon täglich anfliegen und dort ruhen
  • Offene Dachluke, Traufspalt oder Lichtschacht ohne Gitter
  • Meldungen aus mehreren Wohnungen desselben Hauses

Empfehlung: Termin für die kostenlose Erstinspektion vereinbaren, Balkon bis dahin von Futterquellen und Nistmaterial frei halten.

Beobachten

Der Befund ist bislang harmlos. Sammeln Sie zunächst belastbare Hinweise.

  • Einzelne Tauben auf First oder Antenne, ohne Kotspuren am Haus
  • Kurzzeitiger Aufenthalt einer Gruppe, danach wieder Ruhe
  • Ringeltaube oder Türkentaube im Garten — geschützt, keine Maßnahme

Empfehlung: zwei Wochen beobachten und fotografieren. Entsteht an einer Stelle eine feste Kotmulde oder wird Nistmaterial eingetragen, ist der Sitzplatz angenommen — dann Kontakt aufnehmen, bevor gebrütet wird.

Ablauf

Von der Meldung bis zur gesicherten Fassade

Taubenabwehr ist Handwerk am Gebäude, keine einmalige Anwendung. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf — so arbeiten wir im Rheinland.

1

Kontakt und Ersteinschätzung

Am Telefon klären wir Objektart, betroffene Bauteile, Höhe, Kotmenge und ob Nester im Spiel sind. Daraus ergibt sich, welche Technik infrage kommt und ob Ihr Fall auf den nächsten Werktag warten kann. Fotos per E-Mail verkürzen diesen Schritt spürbar.

2

Kostenlose Inspektion vor Ort

Wir gehen die betroffene Fassadenseite ab, bestimmen die Art, suchen Einflugöffnungen an Traufkasten, Dachluke, Lichtschacht und Lüftung, erfassen Nester und Kotbelastung und prüfen, wie die Arbeitsstelle erreichbar ist — über Leiter, Gerüst oder Hubsteiger. Berechnet wird nur die Anfahrtspauschale von 39 €.

3

Schriftliches Angebot

Sie erhalten Leistungen, Technik, Termine und Preis schwarz auf weiß, bevor gearbeitet wird — einschließlich Zugangstechnik und Entsorgung. Bei Beauftragung wird die Anfahrtspauschale vollständig verrechnet. Ohne Ihre Freigabe passiert nichts.

4

Räumen und reinigen

Zuerst kommen Nester und Kot weg. Gearbeitet wird staubarm mit Anfeuchtung und persönlicher Schutzausrüstung, anschließend wird die Fläche desinfiziert; Material entsorgen wir fachgerecht. Sind Ektoparasiten im Spiel, behandeln wir die angrenzenden Bereiche im selben Zug mit.

5

Abwehrtechnik montieren

Je nach Bauteil montieren wir Netze mit 50 mm Maschenweite vor Balkonen, Innenhöfen und Lichtschächten, Spanndrahtsysteme auf schmalen Gesimsen, Nadelleisten aus Edelstahl auf Vorsprüngen sowie Gitter und Blenden an Einflugöffnungen. An denkmalgeschützten Fassaden stimmen wir die Ausführung vorab mit Ihnen und der zuständigen Behörde ab.

6

Kontrolle und Wartung

Nach der Montage prüfen wir Spannung, Randanschlüsse und offen gebliebene Stellen — an einer Fassade entscheidet der letzte Zentimeter. Auf Wunsch vereinbaren wir ein Wartungsintervall mit Sichtkontrolle und Nachspannen; Umfang und Preis stehen dann im Angebot.

Preis-Orientierung

Was die Taubenabwehr ungefähr kostet

Diese Leistung wird nach Besichtigung kalkuliert — anders als bei einer Wohnungsbehandlung entscheiden laufende Meter, Höhe und Zugangstechnik über den Aufwand. Deshalb nennen wir hier die preisbestimmenden Faktoren statt einer Zahl, die vor Ort ohnehin korrigiert werden müsste.

LeistungOrientierungWas den Preis bestimmt
Balkon oder Loggia vernetzen nach Besichtigung Fläche und Zuschnitt, Zahl der Befestigungspunkte, Absturzsicherung, Kotbelastung vor der Montage, Vorgaben der Eigentümergemeinschaft
Gesimse, Fensterbänke, Erker sichern nach Besichtigung Laufende Meter, Breite und Neigung der Sitzfläche, Wahl zwischen Spanndraht und Nadelleiste, Erreichbarkeit, Auflagen bei Denkmalfassaden
Innenhof, Durchfahrt oder Lichtschacht nach Besichtigung Spannweite und Höhe, Zahl der Öffnungen, Randanschlüsse an Putz, Naturstein oder Stahl, Montage über Kopf
Dachboden und Traufbereich verschließen nach Besichtigung Zahl der Einflugöffnungen, Zustand von Verkleidung und Traufkasten, Arbeiten auf dem Dach, benötigtes Gitter- und Blendenmaterial
Kotbeseitigung und Desinfektion nach Aufwand Fläche und Schichtdicke, Untergrund, Staubbindung und Schutzausrüstung, Abtransport und fachgerechte Entsorgung
Ektoparasiten nach Nestaufgabe ab 205 € Zahl der betroffenen Räume, Zugänglichkeit von Rollladenkästen und Leitungsschlitzen, nötige Folgetermine
Gewerbeobjekt, Halle oder Verwaltung nach Besichtigung Gebäudegröße, Zahl der Fassadenseiten und Hallentore, Dokumentationsumfang, Einsatzzeiten außerhalb des Betriebs
Wartung und Sichtkontrolle nach Vereinbarung Umfang der montierten Anlage, gewünschtes Intervall, Zugänglichkeit, Umfang der schriftlichen Dokumentation
Anfahrtspauschale 39 € Einmalig — wird bei Beauftragung vollständig auf die Auftragssumme angerechnet
Notdienst-Zuschlag + 135 € Einsätze nachts, am Wochenende und an Feiertagen; wird Ihnen am Telefon genannt, bevor wir losfahren

Alle Angaben sind Bruttopreise und Orientierungswerte für den Regelfall. Preisbestimmend sind Befallsgrad, Fläche und Räume, Zugänglichkeit, Objektart, Anzahl nötiger Termine, Dringlichkeit und bauliche Besonderheiten. Eine vollständige Übersicht aller Leistungen finden Sie unter Preise & Kosten im Rheinland.

Kostenlose Erstinspektion vor Ort. Transparente Preise, schriftliches Angebot vor Arbeitsbeginn. Lediglich eine Anfahrtspauschale von 39 € — bei Beauftragung vollständig verrechnet.

Fachwissen

Vorbeugung, Recht und Vorbereitung

Vier Themen, die vor und nach der Montage über das Ergebnis entscheiden — einschließlich der Frage, was mit Attrappen und Hausmitteln wirklich passiert.

Vorbeugung: Wie halte ich Tauben dauerhaft vom Gebäude fern?

Der erste Hebel ist die Nahrung. Solange auf dem Hof, an der Außenbestuhlung oder auf dem Balkon regelmäßig etwas zu holen ist, bleibt der Bestand am Ort hoch. Abfallbehälter geschlossen halten, Speisereste zügig aufnehmen, Vogelfutter nicht offen auslegen — das gilt für Wohnhäuser wie für Betriebe. Zu beachten: In zahlreichen rheinischen Kommunen ist das Füttern von Stadttauben ordnungsrechtlich untersagt; die für Ihre Adresse geltende Regelung erfahren Sie beim Ordnungsamt.

Der zweite Hebel ist die Gebäudehülle. Prüfen Sie Traufkasten, Dachluken, Lüftungsöffnungen, Lichtschächte und offene Speicherfenster: Wenige Zentimeter Spalt genügen einer Taube. Gitter, Blenden und Netze schließen diese Wege dauerhaft — und sind der einzige Teil der Abwehr, der auch dann noch wirkt, wenn niemand hinsieht.

Der dritte Hebel sind die Sitzflächen. Schmale, ebene Simse, Brüstungsabdeckungen, Klimageräte und Werbeanlagen lassen sich mit Spanndraht oder Nadelleisten so belegen, dass die Taube dort nicht mehr aufsetzt. Halten Sie Balkone frei von Nistmaterial und stellen Sie Blumenkästen so, dass keine geschützte Nische dahinter entsteht — genau dort beginnen die meisten Nester.

Recht: Tierschutz, Artenschutz, Denkmalschutz — was gilt?

Die Stadttaube ist eine verwilderte Haustaube und damit keine wildlebende, besonders geschützte Art. Trotzdem gilt für sie das Tierschutzgesetz: Nach § 1 darf einem Tier ohne vernünftigen Grund kein Leid zugefügt werden, § 17 stellt das Töten ohne vernünftigen Grund unter Strafe. Aus dieser Rechtslage folgt fachlich dasselbe wie praktisch: Vorrang hat die bauliche Abwehr, die den Ort unbrauchbar macht, statt eine Maßnahme gegen das einzelne Tier.

Anders liegt es bei Ringeltaube und Türkentaube. Beide sind wildlebende europäische Vogelarten und nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz geschützt; ihre Nist- und Ruhestätten dürfen nicht beschädigt oder zerstört werden. Wir bestimmen die Art deshalb vor jeder Maßnahme — im waldnahen Bergischen Land ebenso wie in Gärten am Stadtrand von Köln und Bonn.

Zwei weitere Punkte betreffen die Ausführung. Arbeiten in kotbelasteten Bereichen fallen unter die Biostoffverordnung; die Technischen Regeln für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA 500) geben den Rahmen für Schutzmaßnahmen und Hygiene vor — deshalb wird angefeuchtet, mit Schutzausrüstung gearbeitet und das Material fachgerecht entsorgt. Und an denkmalgeschützten Fassaden, von denen es in Köln und Bonn reichlich gibt, ist die Ausführung mit der zuständigen Denkmalbehörde abzustimmen; das betrifft vor allem Sichtbarkeit, Farbe und Befestigungsart.

Mietrecht: Wer zahlt bei Taubenbefall in der Mietwohnung?

Ein erheblicher Schädlingsbefall gilt in aller Regel als Mangel der Mietsache im Sinne des § 536 BGB. Die Beseitigung fällt damit unter die Instandhaltungspflicht des Vermieters — er beauftragt und bezahlt die Schädlingsbekämpfung. Anders liegt der Fall, wenn die Mietpartei den Befall nachweislich selbst verursacht hat, etwa durch regelmäßiges Füttern auf dem Balkon.

Bei Tauben wird zusätzlich nach dem Ausmaß unterschieden. Eine Taube, die einmalig auf der Brüstung landet, ist kein Mangel. Anders sieht es aus, wenn der Balkon durch Kot dauerhaft unbenutzbar wird, ein Nest samt Parasiten an der Wohnung sitzt oder Nistmaterial die Entwässerung blockiert. Da die Abwehr fast immer in die Gebäudesubstanz eingreift — Netz, Gitter, Spanndraht —, ist ohnehin der Eigentümer der richtige Auftraggeber.

Praktisch wichtig ist die Reihenfolge: Melden Sie den Befall schriftlich, mit Datum und kurzer Beschreibung, bei Vermieter oder Hausverwaltung und setzen Sie eine angemessene Frist. Fotos von Kot, Nest und betroffenen Bauteilen helfen. Wir stellen Verwaltungen auf Wunsch eine sachliche Dokumentation des Befundes aus. Diese Hinweise sind eine allgemeine Einordnung und ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Vorbereitung: Was sollte ich vor dem Termin erledigen?

Entfernen Sie Kot und Nistmaterial bitte nicht selbst — jedenfalls nicht trocken und ohne Schutz. Beim Abkratzen und Fegen wird Staub aufgewirbelt, und genau darin können Erreger und Pilzsporen stecken. Lassen Sie die Stelle unberührt und fotografieren Sie stattdessen: Kotmulden, Federn, Nest, betroffene Bauteile und die Fassade aus etwas Entfernung.

Schaffen Sie Zugang zu den betroffenen Bereichen: Balkon und Loggia leer räumen, Blumenkästen und Rankgitter beiseite stellen, Dachbodenluke und Kellerlichtschacht zugänglich machen. Klären Sie vorab, ob wir von Ihrem Grundstück aus mit Leiter oder Hubsteiger arbeiten können und ob eine Fläche im Hof für kurze Zeit freigehalten werden darf.

Nennen Sie uns außerdem die Rahmenbedingungen: Eigentum oder Miete, Eigentümergemeinschaft oder Verwaltung, denkmalgeschützte Fassade, laufende Bauarbeiten am Dach, Haustiere im Haushalt und ob es in den angrenzenden Räumen bereits Stiche gab. Für Betriebe zusätzlich die Öffnungszeiten — Montage und Reinigung legen wir wenn möglich außerhalb davon.

Warum Attrappen, Spikes vom Baumarkt und Gele meist enttäuschen

Kunststoffeulen, Raben-Attrappen, Flatterbänder, CDs und Ultraschallgeräte wirken über Gewöhnung: Nach wenigen Tagen hat die Taube begriffen, dass von dem Gegenstand nichts ausgeht, und sitzt daneben — nicht selten sogar darauf. Für einen Kulturfolger, der seit Jahrhunderten neben dem Menschen lebt, ist das ein kurzer Lernvorgang.

Selbst montierte Nadelleisten scheitern seltener am Material als an der Ausführung: Zu schmal belegte Simse, offene Ränder, Lücken hinter Fallrohren und ungenutzte Zentimeter an der Wandkante genügen als Sitzfläche. Auch Klebemontage auf staubigem oder verwittertem Untergrund hält selten eine Saison. Kommt die Belegung obendrein auf eine noch kotbelastete Fläche, klebt und spannt am Ende gar nichts.

Von Vergrämungsgelen und Klebepasten raten wir ab: Sie verschmutzen die Fassade, verlieren ihre Wirkung und können dazu führen, dass Tiere im Material verkleben — tierschutzrechtlich ist das heikel und mit § 1 Tierschutzgesetz kaum vereinbar. Wir arbeiten deshalb ausschließlich mit mechanischen Systemen: Netz, Spanndraht, Nadelleiste, Gitter und Blende. Wer die Fassade dauerhaft frei halten will, kommt an dieser Art der Schädlingsbekämpfung nicht vorbei.

Häufige Fragen

Was Kunden im Rheinland zuerst fragen

Sind Stadttauben wirklich gefährlich?

Von der einzelnen Taube auf dem Dachfirst geht keine Gefahr aus. Relevant wird ein Befall über drei Wege. Erstens die Bausubstanz: Taubenkot enthält Harnsäure und greift Naturstein, Putz, Beton, Metall und Bitumen an, Kot und Nistmaterial setzen Dachrinnen und Abläufe zu. Zweitens Ektoparasiten: In Nestern leben Taubenzecken, Rote Vogelmilben und Federlinge, die nach Aufgabe des Nestes in angrenzende Wohnungen wandern und dort stechen. Drittens der Staub: In getrocknetem Kot können Erreger wie Chlamydia psittaci und Pilzsporen enthalten sein, die beim Aufwirbeln eingeatmet werden. Deshalb wird Kot fachgerecht und angefeuchtet beseitigt, nicht trocken abgekehrt.

Werden die Tauben bei einer Taubenabwehr getötet?

Nein. Wir arbeiten ausschließlich mit baulichen und mechanischen Mitteln: Nistplätze verschließen, Einflugöffnungen vergittern, Sitzflächen mit Spanndraht oder Nadelleisten belegen, Balkone und Innenhöfe vernetzen. Das entspricht dem Tierschutzgesetz, das nach § 1 und § 17 das Zufügen von Leid und das Töten ohne vernünftigen Grund untersagt, und ist zugleich die einzige Lösung mit Dauerwirkung: Ein freier Nistplatz wird nachbesetzt, ein verschlossener nicht. Vor jeder Maßnahme bestimmen wir außerdem die Art, denn Ringeltaube und Türkentaube sind nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz geschützt.

Was kostet Taubenabwehr in Köln oder Bonn?

Taubenabwehr kalkulieren wir nach Besichtigung, weil der Aufwand fast vollständig vom Bauteil abhängt: Ein einzelner Balkon im ersten Obergeschoss ist etwas anderes als ein durchgehendes Kranzgesims über vier Etagen, das nur mit Hubsteiger erreichbar ist. Preisbestimmend sind laufende Meter beziehungsweise Netzfläche, Höhe und Zugangstechnik, Zahl der Einflugöffnungen, Umfang der Kotbeseitigung sowie eventuelle Auflagen bei denkmalgeschützten Fassaden. Eine Behandlung gegen Ektoparasiten nach Nestaufgabe liegt bei einem Orientierungspreis ab 205 €. Die verbindliche Summe steht im schriftlichen Angebot nach der kostenlosen Inspektion. Alle Orientierungswerte finden Sie unter Preise & Kosten.

Darf ich ein Taubennest auf meinem Balkon selbst entfernen?

Bei einem leeren Nest der Stadttaube spricht rechtlich zunächst nichts dagegen — praktisch raten wir trotzdem ab, weil im Nestmaterial Milben und Zecken sitzen und beim trockenen Entfernen Staub entsteht. Sitzen Eier oder Jungvögel im Nest, ist die Lage eine andere: Hier greift das Tierschutzgesetz, und die Vorgehensweise gehört fachlich beurteilt. Handelt es sich um Ringeltaube oder Türkentaube, ist das Entfernen der Nist- und Ruhestätte nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz unzulässig. Schicken Sie uns im Zweifel ein Foto — die Artbestimmung ist meist in wenigen Minuten geklärt.

Ist die Taubenabwehr auch in Siegburg, Troisdorf und im Bergischen möglich?

Ja. Unser Einsatzgebiet umfasst Köln und Bonn, Leverkusen, den Rhein-Sieg-Kreis mit Siegburg und Troisdorf, den Rhein-Erft-Kreis mit Hürth, Kerpen und Bergheim sowie den Rheinisch-Bergischen und den Oberbergischen Kreis mit Bergisch Gladbach und Gummersbach. Die Anfahrtspauschale beträgt einheitlich 39 € und wird bei Beauftragung verrechnet.

Wie lange dauert die Montage — und wie lange hält so ein Netz?

Ein einzelner Balkon oder ein überschaubares Gesims ist in der Regel an einem Termin erledigt, Reinigung eingeschlossen. Größere Fassadenabschnitte, Innenhöfe und Hallen laufen über mehrere Tage und hängen von der Zugangstechnik ab — ein Gerüst muss gestellt, ein Hubsteiger eingeplant werden. Fachgerecht montierte Netze und Spanndrahtsysteme aus UV-beständigem Material und Edelstahl arbeiten über Jahre; ihre Lebensdauer hängt von Witterung, Randanschlüssen und mechanischer Belastung ab. Wir prüfen die Anlage bei einem vereinbarten Wartungsgang, spannen nach und tauschen beschädigte Abschnitte. Ein garantiertes Ergebnis für alle Zeiten sagen wir bewusst nicht zu — das wäre bei einem Bauwerk im Freien nicht seriös.

Akuter Befund? Wir sind rund um die Uhr erreichbar.

Kot über dem Eingang kurz vor einer Begehung, eine Taube im Verkaufsraum, Nistmaterial im Abluftschacht, Stiche in der Nacht nach aufgegebenem Nest — im Notdienst kommen wir außerhalb der regulären Zeiten ins gesamte Rheinland. Der Zuschlag von 135 € wird Ihnen genannt, bevor wir losfahren.

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Beschreiben Sie kurz, was Sie beobachtet haben. Wir melden uns mit einem Terminvorschlag und dem passenden Preisrahmen zurück.

Telefon 01579 2519224Rund um die Uhr erreichbar. Am schnellsten für akute Fälle. info@kammerjaeger-rheinland.deFür Hausverwaltungen und Gewerbeanfragen mit Plänen und Unterlagen.

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