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Hausbock, Nagekäfer, Splintholzkäfer und Holz zerstörende Pilze

Holzschädlings-Bekämpfung im Rheinland

Ein Häufchen Bohrmehl auf dem Dachbodenboden, runde oder ovale Löcher im Balken, an heißen Sommertagen ein feines Raspeln aus dem Gebälk: Holzschädlinge arbeiten jahrelang verdeckt, bevor sie sich zeigen. Weil im Rheinland viel Gründerzeitbestand, Fachwerk und alte Dachstühle aus Nadelholz stehen, sind Hausbock und Nagekäfer hier regelmäßig ein Thema. Wir bestimmen die Art anhand von Ausflugloch, Bohrmehl und Fraßbild, prüfen mit Sondierung am Bauteil, wie weit der Befall reicht, und legen erst danach das Verfahren fest. Die Erstinspektion vor Ort ist kostenlos, das Angebot erhalten Sie schriftlich, bevor gearbeitet wird. Berechnet wird lediglich eine Anfahrtspauschale von 39 €, die bei Beauftragung vollständig verrechnet wird.

Erstinspektion kostenlos Angebot schriftlich vor Arbeitsbeginn Artbestimmung vor jeder Maßnahme

Verdacht auf Holzschädlinge? Rückruf anfordern.

Drei Angaben genügen. Wir melden uns mit einem Terminvorschlag und dem passenden Preisrahmen.

Steckbrief

Womit Sie es zu tun haben — Holzschädlinge im Profil

„Holzwurm“ ist ein Sammelbegriff. Dahinter stehen mehrere Arten mit ganz unterschiedlichen Ansprüchen an Holzart, Holzfeuchte und Bauteil. Welche davon im Gebälk sitzt, entscheidet über Aufwand, Verfahren und Preis.

Merkmale

Der Hausbock (Hylotrupes bajulus) ist ein Bockkäfer von etwa 8 bis 25 mm Länge, braunschwarz und abgeflacht, mit zwei hellen Filzflecken auf dem Halsschild; seine Larve wird bis zu 30 mm lang. Der Gemeine Nagekäfer (Anobium punctatum), umgangssprachlich Holzwurm, misst nur 2,5 bis 5 mm und ist walzenförmig braun mit kapuzenartig vorgezogenem Halsschild. Der Braune Splintholzkäfer (Lyctus brunneus) ist schlank und rotbraun. Alle drei richten den Schaden als Larve an — der fertige Käfer frisst nicht mehr am Holz.

Spuren

Das Ausflugloch ist das wichtigste Erkennungszeichen: beim Hausbock oval und etwa 5 bis 10 mm groß, beim Nagekäfer rund und 1 bis 2 mm, beim Splintholzkäfer ebenfalls rund und 1 bis 2 mm. Ähnlich aussagekräftig ist das Bohrmehl. Hausbockmehl enthält walzenförmige Kotteilchen, Nagekäfermehl körnige, linsenförmige Partikel, Splintholzkäfermehl ist puderfein und rieselt schon bei leichter Erschütterung. Dazu kommen Fraßgänge dicht unter der Oberfläche, die erst beim Sondieren sichtbar werden.

Aktivität

Die Larvenentwicklung dauert beim Hausbock in der Regel drei bis sechs Jahre, unter kühlen oder nährstoffarmen Bedingungen deutlich länger; beim Nagekäfer sind es meist ein bis drei Jahre, beim Splintholzkäfer oft nur etwa ein Jahr. Deshalb kann ein Lyctus-Befall in frisch verlegtem Eichenparkett schnell auffallen, während ein Hausbock jahrelang unbemerkt im Dachstuhl frisst. Die Käfer schlüpfen im Sommerhalbjahr, der Hausbock etwa zwischen Juni und August. An warmen Tagen sind die Larven im Gebälk als leises Raspeln hörbar.

Risiko

Der Hausbock befällt das Splintholz von Nadelholz — also genau das Material, aus dem die meisten Dachstühle und Balkendecken im Rheinland bestehen. Weil die Larven eine dünne Deckschicht stehen lassen, wirkt ein Sparren äußerlich unversehrt, während der Querschnitt darunter bereits ausgehöhlt ist. Das ist die eigentliche Gefahr: ein Tragfähigkeitsverlust, den man von außen nicht sieht. Nagekäfer und Holz zerstörende Pilze setzen zusätzlich eine erhöhte Holzfeuchte voraus und weisen damit fast immer auf einen Bauschaden hin.

Hausbock, Nagekäfer oder Splintholzkäfer?

Die Unterscheidung ist keine Formsache, sondern bestimmt das gesamte weitere Vorgehen. Der Hausbock geht ausschließlich an Nadelholz-Splint und braucht kein feuchtes Holz — er sitzt bevorzugt im warmen, trockenen Dachstuhl. Der Gemeine Nagekäfer bevorzugt kühlere, feuchtere Bereiche und findet sich im Kellergebälk, in Erdgeschossdielen, in Kirchengestühl und in alten Möbeln. Der Braune Splintholzkäfer wiederum befällt nur stärkehaltiges Laubholz-Splintholz wie Eiche, Esche oder tropische Hölzer und tritt deshalb typischerweise in Parkett, Furnier und Möbeln auf, nie im Fichtensparren.

  • Ovales Loch im Fichten- oder Kiefernbalken, dazu grobes Bohrmehl: Hinweis auf Hausbock.
  • Runde 1-bis-2-mm-Löcher im feuchten Kellerbalken oder im Möbelstück: Hinweis auf den Gemeinen Nagekäfer.
  • Puderfeines Mehl auf Eichenparkett oder Furnier: Hinweis auf den Braunen Splintholzkäfer.
  • Wir bestimmen die Art bei der kostenlosen Erstinspektion und sagen offen, wenn ein Befall bereits erloschen ist und keine Bekämpfung nötig wäre.
Befund

Woran Sie den Befall erkennen

Holzschädlinge leben verborgen im Bauteil. Was sie hinterlassen, lässt sich dagegen ohne Fachwissen prüfen — fünf Merkmale, die Sie selbst kontrollieren können.

Ausfluglöcher im Holz

Prüfen Sie Sparren, Pfetten, Balkenköpfe, Dielen, Treppenwangen und Möbelrückseiten mit einer Taschenlampe im Streiflicht. Runde Löcher von einem bis zwei Millimetern sprechen für Nagekäfer oder Splintholzkäfer, ovale von fünf bis zehn Millimetern für den Hausbock. Scharfkantige, helle Ränder deuten auf frischen Ausflug hin, dunkel verstaubte Löcher auf einen älteren Befall.

Bohrmehl unter dem Bauteil

Kleine helle Häufchen auf Dachboden, Kellerboden, Fensterbank oder unter Möbeln sind das verlässlichste Zeichen für aktiven Fraß. Fegen Sie eine Stelle sauber, markieren Sie das Datum und schauen Sie nach zwei bis drei Wochen erneut nach. Rieselt erneut Mehl nach, ist der Befall aktiv. Für die Artbestimmung ist die Körnung entscheidend — heben Sie eine Probe in einer Tüte auf.

Raspelnde Geräusche an warmen Tagen

Hausbocklarven sind bei sommerlicher Wärme im Dachstuhl als feines, unregelmäßiges Nagen oder Raspeln zu hören — am besten mittags bei aufgeheiztem Dach und ansonsten stiller Umgebung. Das Geräusch ist trocken und knirschend, nicht trippelnd. Trippeln und lautes Poltern über der Decke sprechen eher für Nagetiere oder einen Marder.

Weiches oder hohl klingendes Holz

Klopfen Sie Balken und Balkenköpfe mit dem Griff eines Schraubendrehers ab. Ein dumpfer, hohler Klang deutet auf ausgehöhlten Querschnitt hin. Lässt sich ein Schraubendreher an der Auflagerstelle mit leichtem Druck tief eindrücken oder blättert die Oberfläche schuppig ab, ist die Tragfähigkeit möglicherweise betroffen. Prüfen Sie besonders die eingemauerten Balkenköpfe an Außenwänden.

Feuchteflecken, Muff und Pilzgeflecht

Ein modrig-muffiger Geruch, watteartige weiße Beläge, bräunliche Stränge auf Mauerwerk oder würfelartig zerfallendes Holz weisen auf Holz zerstörende Pilze hin. Der Echte Hausschwamm kann sein Geflecht durch Fugen und über Putz weitertreiben und deshalb weit vom sichtbaren Schaden entfernt auftreten. Solche Funde gehören immer fachlich beurteilt, bevor irgendetwas geöffnet oder verkleidet wird.

Käferfunde im Sommerhalbjahr

Tote Käfer auf Fensterbänken, im Dachfenster oder in der Lampenschale sind ein häufiger Erstbefund, weil die geschlüpften Tiere zum Licht fliegen. Sammeln Sie zwei bis drei Exemplare in einem verschlossenen Gefäß und fotografieren Sie sie — anhand von Größe, Halsschild und Fundort lässt sich die Art meist sicher zuordnen. Der Fundort grenzt zugleich den betroffenen Bereich ein.

Rheinland

Warum Holzschädlinge hier ein Dauerthema sind

Baualter, Holzart und Feuchtelage bestimmen, welcher Schädling sich einstellt. Im Rheinland kommen mehrere dieser Faktoren zusammen.

Gründerzeit und Altbau in Köln und Bonn

In den Veedeln der Kölner Blockrandbebauung und im Bonner Gründerzeitbestand stehen Dachstühle und Holzbalkendecken aus Nadelholz, wie sie der Hausbock bevorzugt. Bei Dachgeschossausbauten wird altes Gebälk häufig verkleidet, bevor es geprüft wurde — der Befall verschwindet dann hinter Gipskarton, statt zu verschwinden. Vor jeder Verkleidung sollte das Holz freiliegend beurteilt sein.

Rheinnähe, Keller und Kanalisation

In rheinnahen Lagen von Köln, Bonn, Leverkusen und Troisdorf stehen Keller und Souterrains regelmäßig unter erhöhter Feuchtebelastung; nach Hochwasser- und Starkregenereignissen bleiben Balkenköpfe und Kellergebälk lange durchfeuchtet. Genau dieses Milieu braucht der Gemeine Nagekäfer, und es begünstigt Holz zerstörende Pilze. Ohne Trocknung und Ursachenbeseitigung bleibt jede Behandlung Stückwerk.

Gastronomie in den Veedeln

Brauhäuser, Kneipen und Ladenlokale in Ehrenfeld, Nippes, der Südstadt oder der Bonner Altstadt haben Holzeinbauten, Theken, Vertäfelungen und Lagerkeller mit hoher Luftfeuchte. Weil Betriebe hier ohnehin eine dokumentierte Schädlingsbekämpfung führen, nehmen wir die Holzbauteile in die laufende Kontrolle mit auf — das ist deutlich günstiger als eine späte Sanierung im laufenden Betrieb.

Studentisches Wohnen in Köln und Bonn

Wohnheime und große WG-Häuser rund um die Universitäten sind stark von gebrauchtem Mobiliar geprägt. Ein befallenes Bett, ein alter Schrank oder ein Dielenschrank vom Sperrmüll bringt Nagekäfer in ein bislang befallsfreies Haus. Weil die Fluktuation hoch ist, wird ein Fund selten gemeldet. Für solche Objekte arbeiten wir mit einem festen Ansprechpartner und dokumentieren jeden Kontrollgang schriftlich.

Landwirtschaft im Rhein-Erft-Kreis

Scheunen, Ställe und Hallendächer in Kerpen, Bergheim, Hürth und Brühl bestehen häufig aus unbehandeltem Nadelholz mit hohem Splintanteil und werden im Sommer stark aufgeheizt — für den Hausbock nahezu ideal. Dachtragwerke über Maschinen- und Futterlagern werden zudem selten begangen. Wir kombinieren die Holzschädlingsbekämpfung dort regelmäßig mit der ohnehin laufenden Nagerkontrolle im selben Objekt.

Fachwerk und Wald im Bergischen

In Bergisch Gladbach, Gummersbach und den umliegenden Orten treffen Eichenfachwerk, Schieferverkleidung und hohe Niederschläge aufeinander. Undichte Schieferstöße und Spritzwasser an Schwellhölzern halten das Holz feucht; auf diesem Weg kommen Holz zerstörende Pilze und daran anschließend feuchteliebende Nagekäfer ins Bauteil. Historisches Eichenfachwerk verlangt zurückhaltende Verfahren und eine sorgfältige Abstimmung mit dem Zimmerer.

Einordnung

Wie eilig ist Ihr Fall?

Holzschädlinge arbeiten langsam. Trotzdem gibt es Befunde, die keinen Aufschub vertragen — und andere, bei denen eine ruhige Beobachtung der bessere erste Schritt ist.

Sofort handeln

Es besteht ein statisches oder bauliches Risiko, das sich nicht aufschieben lässt.

  • Balken oder Sparren lässt sich mit dem Schraubendreher tief eindrücken
  • Durchbiegung, Riss oder abgesackte Decke über einem Auflager
  • Verdacht auf Echten Hausschwamm: watteartiges Geflecht, Stränge auf Putz, Würfelbruch
  • Wasserschaden im Bereich von Balkenköpfen oder Kellergebälk
  • Anstehender Verkauf, Übergabe oder Dachgeschossausbau mit offenem Befund

Empfehlung: anrufen und den Bereich vorerst nicht belasten, verkleiden oder ausräumen. Für Einsätze außerhalb der regulären Zeiten steht unser Notdienst bereit; der Zuschlag wird vorab genannt.

Zeitnah klären

Der Befall ist wahrscheinlich aktiv, der Schaden aber noch begrenzt. Ein Termin in den nächsten Tagen genügt.

  • Frisches Bohrmehl rieselt nach, obwohl die Stelle gereinigt wurde
  • Fraßgeräusche im Dachstuhl an warmen Sommertagen
  • Ausfluglöcher mit hellen, scharfkantigen Rändern an mehreren Balken
  • Neues Parkett oder Möbelstück zeigt puderfeines Mehl

Empfehlung: Termin für die kostenlose Erstinspektion vereinbaren, Bohrmehlproben aufheben und die Stelle bis dahin unverändert lassen — frische Spuren sind für die Bestimmung wertvoll.

Beobachten

Der Befund könnte auch von einem längst erloschenen Befall stammen. Sammeln Sie zunächst belastbare Hinweise.

  • Alte, dunkel verstaubte Löcher ohne frisches Bohrmehl
  • Ein einzelner Käferfund ohne zugehörige Fraßspuren am Holz
  • Löcher ausschließlich in einem einzelnen, nicht tragenden Möbelstück

Empfehlung: Stelle gründlich abfegen, mit Kreppband und Datum markieren und nach zwei bis drei Wochen erneut prüfen. Rieselt kein Mehl nach, spricht viel für einen erloschenen Befall — dann genügt eine Kontrolle im Folgesommer.

Ablauf

Von der Meldung bis zum gesicherten Bauteil

Bei Holzschädlingen entscheidet die Diagnose über alles Weitere. Erst Art und Ausmaß, dann das Verfahren — nie umgekehrt.

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Kontakt und Ersteinschätzung

Am Telefon klären wir Baujahr, Holzart, betroffenes Bauteil, Größe der Löcher und Art des Bohrmehls und nennen Ihnen den zutreffenden Preisrahmen. Sie erfahren sofort, ob Ihr Fall auf den nächsten Werktag warten kann.

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Kostenlose Inspektion vor Ort

Wir prüfen Dachstuhl, Balkendecken, Auflager und Balkenköpfe, bestimmen die Art, sondieren stichprobenartig am Bauteil und messen die Holzfeuchte, wo Pilzbefall im Raum steht. Berechnet wird nur die Anfahrtspauschale von 39 €.

3

Befundbericht und schriftliches Angebot

Sie erhalten die bestimmte Art, die betroffenen Bauteile, das vorgeschlagene Verfahren sowie Termine und Preis schwarz auf weiß, bevor gearbeitet wird. Bei Beauftragung wird die Anfahrtspauschale vollständig verrechnet.

4

Vorbereitung und Behandlung

Befallenes Splintholz wird freigelegt, der Bereich geräumt und abgedeckt, danach folgt das festgelegte Verfahren nach DIN 68800-4. Wir sagen Ihnen vorab, welche Räume wie lange nicht betreten werden dürfen und was für Haustiere und Pflanzen gilt.

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Ursache abstellen und kontrollieren

Bei Feuchteschäden bleibt die Behandlung wirkungslos, solange das Wasser nachläuft: Undichtigkeit beheben, trocknen, lüften. Kontrolltermine im Folgesommer sowie Schnittstellen zu Zimmerer oder Dachdecker weisen wir im Angebot aus.

Welche Verfahren infrage kommen

Die Bekämpfungs- und Sanierungsmaßnahmen gegen Holz zerstörende Insekten und Pilze sind in DIN 68800 Teil 4 beschrieben; vorbeugender baulicher Holzschutz ist Gegenstand von Teil 2. In der Praxis kommen je nach Befund vier Wege infrage: das Heißluftverfahren, bei dem das Holz im Kern über eine definierte Mindestzeit erwärmt wird; die Begasung, die ausschließlich von besonders befähigten Fachbetrieben mit entsprechender Erlaubnis durchgeführt werden darf; die chemische Behandlung im Streich-, Spritz- oder Bohrlochtränkverfahren mit geprüften Holzschutzmitteln; und der mechanische Weg mit Abbeilen des befallenen Splintholzes bis zum Austausch geschwächter Bauteile.

Welcher Weg passt, hängt von Art, Ausmaß, Bauteil, Denkmalstatus und Nutzung ab. Großflächige Heißluftbehandlungen und Begasungen binden wir über darauf spezialisierte Fachbetriebe ein, Arbeiten am tragenden Gefüge über einen Zimmereibetrieb; bei Verdacht auf Tragfähigkeitsverlust gehört ein Statiker oder Sachverständiger dazu. Wir sagen Ihnen offen, was in unserer Hand liegt und wo wir koordinieren, statt alles aus einer Hand zu versprechen.

Preis-Orientierung

Was die Holzschädlingsbekämpfung ungefähr kostet

Holzschädlinge kalkulieren wir nach Befund. Der Grund ist einfach: Zwischen zwei befallenen Dielenbrettern und einem durchgängig besetzten Dachstuhl über drei Aufgänge liegen Welten. Diese Tabelle zeigt, woran der Preis hängt.

LeistungOrientierungspreisWas den Preis bestimmt
Befundaufnahme und Artbestimmung Erstinspektion kostenlos Vor Ort im Rahmen des Ersttermins. Berechnet wird lediglich die Anfahrtspauschale, die bei Beauftragung verrechnet wird
Einzelnes Möbelstück oder Bauteil nach Befund Größe und Holzart, Zugänglichkeit, ob das Stück behandelt oder besser ersetzt wird, Denkmal- oder Sammlerwert
Dachstuhl Einfamilienhaus nach Befund Grundfläche und Dachform, Zahl der betroffenen Hölzer, Splintanteil, Zugänglichkeit des Spitzbodens, Räum- und Abdeckaufwand
Balkendecke oder Kellergebälk nach Befund Zustand der Auflager und Balkenköpfe, Holzfeuchte, ob Fußbodenaufbau geöffnet werden muss, Umfang der Sondierung
Mehrfamilienhaus, Verwaltung, Gewerbe nach Besichtigung Zahl der Aufgänge und Dachböden, Gerüst- oder Hubsteigerbedarf, Betriebsabläufe, Dokumentationsumfang für die Verwaltung
Fachwerk und denkmalgeschützte Substanz nach Befund Auflagen der Denkmalbehörde, zulässige Verfahren, Anteil zu erhaltender Originalsubstanz, Abstimmung mit Zimmerer und Sachverständigem
Holz zerstörende Pilze, Verdacht auf Hausschwamm nach Befund Ausdehnung im Mauerwerk, Feuchteursache, Trocknungsbedarf, notwendige Rückbau- und Zimmererleistungen
Anfahrtspauschale 39 € Einmalig — wird bei Beauftragung vollständig auf die Auftragssumme angerechnet
Notdienst-Zuschlag + 135 € Einsätze nachts, am Wochenende und an Feiertagen; wird Ihnen am Telefon genannt, bevor wir losfahren

Alle Angaben sind Bruttopreise und Orientierungswerte für den Regelfall. Preisbestimmend sind Befallsgrad, Fläche und Räume, Zugänglichkeit, Objektart, Anzahl nötiger Termine, Dringlichkeit und bauliche Besonderheiten. Nicht enthalten sind Zimmerer-, Dachdecker- und Trocknungsleistungen, statische Nachweise sowie der Austausch geschwächter Bauteile. Eine vollständige Übersicht aller Leistungen finden Sie unter Preise & Kosten im Rheinland.

Kostenlose Erstinspektion vor Ort. Transparente Preise, schriftliches Angebot vor Arbeitsbeginn. Lediglich eine Anfahrtspauschale von 39 € — bei Beauftragung vollständig verrechnet.

Fachwissen

Vorbeugung, Recht und Vorbereitung

Drei Themen, die vor und nach der Behandlung den Unterschied machen.

Vorbeugung: Wie halte ich Holzschädlinge dauerhaft aus dem Gebäude?

Der wirksamste Hebel ist Trockenheit. Nagekäfer und Holz zerstörende Pilze brauchen erhöhte Holzfeuchte; bleibt das Holz dauerhaft trocken, entfällt ihre Lebensgrundlage. Praktisch heißt das: undichte Dachanschlüsse, Kaminverwahrungen und Schieferstöße zügig instandsetzen, Regenrinnen und Fallrohre freihalten, Spritzwasser an Schwellhölzern durch Kiesstreifen oder Sockelabstand vermeiden, Keller und Dachboden regelmäßig querlüften und Balkenköpfe an Außenwänden nicht luftdicht einpacken. Wer einen Dachboden ausbaut, sollte die Dampfsperre sauber ausführen — dahinter eingeschlossene Feuchte ist eine der häufigsten Ursachen für spätere Schäden.

Der zweite Hebel ist die Holzauswahl. Bauholz mit geringem Splintanteil, technisch getrocknetes Holz und, wo die Nutzungsklasse es verlangt, vorbeugend geschütztes Holz nach DIN 68800-2 senken das Risiko erheblich. Für den Braunen Splintholzkäfer gilt zusätzlich: Er befällt nur stärkehaltiges Laubholz-Splintholz, weshalb splintfreies Eichenparkett und geprüfte Ware aus dem Fachhandel das Problem weitgehend ausschließen.

Dritter Punkt ist die Kontrolle. Sehen Sie sich Dachboden und Kellergebälk einmal jährlich im Spätsommer an — dann liegen frische Ausfluglöcher und frisches Bohrmehl am deutlichsten sichtbar vor. Gebrauchte Möbel, alte Balken und Bauholz vom Hof sollten vor dem Einbringen geprüft werden; ein einziges befallenes Stück reicht, um ein sauberes Haus zu infizieren.

Recht: Mieter, Vermieter und § 536 BGB

Ein Befall durch Holzschädlinge betrifft die Bausubstanz und damit in aller Regel den Verantwortungsbereich des Eigentümers. Nach § 536 BGB kann die Miete gemindert sein, wenn die Mietsache einen Mangel aufweist, der ihre Tauglichkeit zum vertragsgemäßen Gebrauch aufhebt oder nicht unerheblich mindert. Ob und in welcher Höhe eine Minderung in Betracht kommt, hängt vom Einzelfall ab — das ist eine Rechtsfrage, die wir nicht beantworten; im Zweifel hilft der Mieterverein oder eine anwaltliche Beratung weiter.

Für die Praxis wichtiger ist der Ablauf: Der Mangel sollte dem Vermieter oder der Hausverwaltung unverzüglich und nachweisbar in Textform angezeigt werden, mit Datum, Fundort und Fotos. Erst diese Anzeige löst die Pflicht zur Abhilfe aus. Eigenmächtige Behandlungen an der Bausubstanz sollten Mieter unterlassen, weil sie in fremdes Eigentum eingreifen und den Befund für die spätere Beurteilung zerstören können.

In Wohnungseigentümergemeinschaften gehören Dachstuhl, Geschossdecken und tragende Bauteile zum Gemeinschaftseigentum; die Beauftragung läuft dann über die Verwaltung. Für Verwaltungen und Eigentümergemeinschaften erstellen wir einen schriftlichen Befundbericht mit Fotodokumentation, der sich in Beschlussvorlagen und Versicherungsmeldungen verwenden lässt. Beim Verkauf einer Immobilie ist ein bekannter Befall ein offenbarungspflichtiger Umstand — auch dafür ist eine dokumentierte Befundaufnahme die saubere Grundlage.

Vorbereitung: Was Sie vor unserem Termin tun können

Am meisten hilft uns, wenn der Befund unverändert bleibt. Lassen Sie Bohrmehlhäufchen liegen oder heben Sie eine Probe in einer verschlossenen Tüte auf, sammeln Sie gefundene Käfer in einem kleinen Gefäß und fotografieren Sie Löcher mit einem Maßstab daneben — ein Zollstock oder eine Münze genügt. Notieren Sie, seit wann Ihnen der Befund auffällt und ob er sich verändert hat. Streichen, lackieren oder verkleiden Sie nichts vorab: Eine frisch überstrichene Oberfläche macht die Beurteilung schwieriger und verhindert später das Eindringen von Wirkstoffen.

Für die Inspektion brauchen wir freien Zugang zu Dachboden, Keller und Kriechkellern, eine Leiter oder Bodentreppe, wenn keine feste Aufstiegsmöglichkeit vorhanden ist, sowie Strom für die Prüfgeräte. Räumen Sie Lagergut so weit beiseite, dass Sparren, Pfetten und Balkenauflager sichtbar sind — insbesondere die Balkenköpfe an den Außenwänden, die oft hinter Gerümpel verschwinden. Halten Sie Unterlagen bereit, sofern vorhanden: Baujahr, frühere Behandlungen, Berichte zu Wasserschäden, Sanierungsnachweise.

Steht bereits eine Behandlung an, klären wir vorher, welche Räume für welchen Zeitraum nicht genutzt werden dürfen, was mit Textilien, Lebensmitteln, Aquarien, Haustieren und Zimmerpflanzen geschieht und wie zu lüften ist. Diese Angaben stehen schriftlich im Angebot, damit sich alle Beteiligten darauf einstellen können.

Häufige Fragen

Was Kundinnen und Kunden oft wissen wollen

Sechs Fragen, die uns zum Thema Holzschädlinge im Rheinland regelmäßig gestellt werden.

Woran erkenne ich, ob der Befall noch aktiv ist?

Am zuverlässigsten über frisches Bohrmehl. Fegen Sie die Stelle unter dem betroffenen Holz gründlich sauber, legen Sie ein Blatt Papier darunter, notieren Sie das Datum und prüfen Sie nach zwei bis drei Wochen. Rieselt neues, helles Mehl nach, ist der Befall aktiv. Frische Ausfluglöcher haben zudem scharfe, helle Ränder, alte sind dunkel und verstaubt. Sicherheit gibt letztlich die Sondierung am Bauteil, weil Larven jahrelang fressen, ohne ein Loch zu hinterlassen — das Ausflugloch entsteht erst beim Verlassen des Holzes.

Ist das ein Hausbock oder „nur“ ein Holzwurm?

Entscheidend sind Loch, Mehl und Holzart. Ovale Ausfluglöcher von etwa fünf bis zehn Millimetern in Nadelholz sprechen für den Hausbock, runde von einem bis zwei Millimetern für den Gemeinen Nagekäfer oder den Braunen Splintholzkäfer. Hausbockmehl enthält walzenförmige Kotteilchen, Nagekäfermehl körnige, linsenförmige, Splintholzkäfermehl ist puderfein. Die Unterscheidung ist wichtig, weil der Hausbock am tragenden Nadelholz frisst und dort zu einem Tragfähigkeitsverlust führen kann, während ein Nagekäfer im Möbelstück meist eine örtlich begrenzte Angelegenheit bleibt.

Muss ich befallene Balken austauschen lassen?

Nicht zwangsläufig. Ist nur das Splintholz betroffen und der tragende Querschnitt intakt, genügt in vielen Fällen das Abbeilen des geschädigten Bereichs in Verbindung mit einer Behandlung nach DIN 68800-4. Ist der Querschnitt dagegen erheblich geschwächt, sind Austausch, Ergänzung oder eine Verstärkung durch den Zimmerer erforderlich, gegebenenfalls mit statischem Nachweis. Wie weit der Fraß reicht, zeigt erst die Sondierung am Bauteil; deshalb steht die Befundaufnahme vor jeder Kostenaussage.

Wie lange dauert eine Behandlung und wann kann ich die Räume wieder nutzen?

Das hängt vom Verfahren ab. Eine örtlich begrenzte Behandlung an einzelnen Bauteilen ist häufig an einem Arbeitstag erledigt; ein vollständiger Dachstuhl mit Freilegen, Räumen, Abdecken und Nachbereitung beansprucht in der Regel mehrere Tage. Heißluftverfahren und Begasungen laufen über zusammenhängende Zeitfenster, in denen der Bereich vollständig geräumt und gesperrt sein muss. Wie lange Räume gesperrt bleiben und wie zu lüften ist, hängt vom eingesetzten Verfahren und Produkt ab — wir nennen Ihnen die Zeiten vor Arbeitsbeginn schriftlich im Angebot.

Helfen Hausmittel, Öle oder Mikrowellengeräte aus dem Baumarkt?

Bei einem einzelnen kleinen Möbelstück kann eine sachgerechte Wärme- oder Kältebehandlung genügen. Am Bauholz stoßen Heimlösungen dagegen schnell an ihre Grenzen: Larven fressen tief im Querschnitt, wo aufgestrichene Öle, Lacke oder Sprays nicht hinkommen, und punktuell erwärmtes Holz erreicht die nötige Kerntemperatur nicht über die erforderliche Dauer. Hinzu kommt, dass Anstriche die spätere Beurteilung und das Eindringen von Wirkstoffen erschweren. Bei tragenden Bauteilen raten wir deshalb konsequent zur fachlichen Befundaufnahme statt zum Selbstversuch.

Kommen Sie auch nach Bonn, Siegburg oder ins Bergische?

Ja. Unser Einsatzgebiet für die Schädlingsbekämpfung umfasst Köln und Bonn, Leverkusen, den Rhein-Sieg-Kreis mit Siegburg und Troisdorf, den Rhein-Erft-Kreis mit Hürth, Kerpen und Bergheim sowie den Rheinisch-Bergischen und den Oberbergischen Kreis mit Bergisch Gladbach und Gummersbach. Die Anfahrtspauschale beträgt einheitlich 39 € und wird bei Beauftragung verrechnet. Für Termine außerhalb der regulären Zeiten steht der Notdienst zur Verfügung.

Akuter Befund? Wir sind rund um die Uhr erreichbar.

Ein durchgebogener Balken, ein frischer Wasserschaden am Kellergebälk oder der Verdacht auf Echten Hausschwamm verträgt keinen langen Aufschub. Rufen Sie an — wir ordnen den Fall am Telefon ein und sagen Ihnen ehrlich, ob ein Notdienst-Einsatz nötig ist oder der nächste Werktag genügt. Der Zuschlag von 135 € wird genannt, bevor wir losfahren.

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