Windeck liegt am östlichen Rand des Rhein-Sieg-Kreises, dort wo das Siegtal enger wird und die bewaldeten Höhen des Nutscheid beginnen. Rund 19.000 Menschen leben verteilt auf etwa 66 Ortschaften — von Rosbach als größtem Ort über Dattenfeld, Leuscheid, Schladern und Herchen bis zu einzelnen Höfen und Weilern in Seitentälern. Diese Streusiedlungsstruktur ist für die Schädlingsbekämpfung entscheidend: Ein Befall bleibt hier selten auf eine Wohnung beschränkt, sondern hängt fast immer mit dem Umfeld zusammen — mit einer Scheune, einem Holzstapel, einem Kompost oder einem angrenzenden Waldrand. Wer nur im Haus behandelt und die Außenseite ignoriert, hat das Problem im nächsten Herbst wieder.
Dazu kommt die Bausubstanz. Viele Ortskerne in Windeck sind historisch gewachsen, Fachwerk und Bruchsteinmauern sind keine Seltenheit, ebenso alte Kellergewölbe, Naturkeller und Ställe, die heute als Lager oder Werkstatt dienen. Solche Gebäude haben Fugen, Setzrisse und Hohlräume, die eine Hausmaus problemlos annimmt. Gleichzeitig prägen Grünland, Viehhaltung und Forstwirtschaft die Landschaft, entlang der Sieg und ihrer Zuflüsse gibt es durchgehend Uferbereiche mit Deckung. Für die Sieg selbst gilt: Fließgewässer mit bewachsenen Böschungen sind ein klassisches Rattenrevier, besonders dort wo Freizeitflächen, Grillplätze oder Gastronomie in Ufernähe liegen. Als Schädlingsbekämpfer gehen wir in Windeck deshalb immer von außen nach innen vor: erst das Gelände lesen, dann das Gebäude.
Sieg, Bäche und Uferböschungen
Die Sieg durchzieht das gesamte Gemeindegebiet, dazu kommen zahlreiche Zuflüsse aus den Seitentälern. Bewachsene Böschungen, Uferwege und Freizeitflächen bieten Wanderratten Deckung, Wasser und Nahrung zugleich. Betroffen sind vor allem ufernahe Grundstücke, Gastronomie mit Außenbereich und Anlagen mit offenen Abfallbehältern.
Schwerpunkt Ratten
Nutscheid und Waldrandlagen
Windeck ist überdurchschnittlich waldreich. Viele Häuser stehen frei, am Hang oder direkt am Waldrand. Für Steinmarder ist ein warmer Dachboden nur eine Erweiterung des natürlichen Reviers, für Waldmäuse und Rötelmäuse ist der Übergang von Laub zu Kellerschacht kurz. Der Herbst bringt regelmäßig die erste Welle nach innen.
Schwerpunkt Marder & Mäuse
Fachwerk, Hofstellen und Ferienwohnungen
Alte Ortskerne mit Fachwerk, umgenutzte Scheunen und Höfe mit Futter- oder Streulagern sind bevorzugte Nistplätze — für Mäuse ebenso wie für Wespen in Verschalungen und Rollladenkästen. In der touristisch genutzten Siegtal-Region kommen Pensionen und Ferienwohnungen dazu, in denen Bettwanzen über Gepäck eingeschleppt werden können.
Schwerpunkt Wespen & Bettwanzen